Hearts of Iron 2 Doomsday
Hearts of Iron 2 Doomsday ist die Referenz in Sachen Killerspiele. Uebersetzt heisst es soviel wie zweites eisernes Harz des Dummtags, aber lassen Sie sich nicht von dieser raffinierten Namensauswahl beeindrucken. Hinter diesem listigen Namen verbirgt sich ein brutales Toetungslernwerkzeug wie es im Bilderbuch der Regierung steht.
Hearts of Iron 2 Doomsday (Im folgenden nurnoch als Doomsday bezeichnet) simuliert den globalen Massenvoelkermord. Es ist eine erweiterte Variante von HoI2 (Hearts of Iron 2), welche sogar noch weniger kostet, also fast jedem mit einem Killer-PC die Moeglichkeit bietet, zum Voelkermoerder zu werden. Zusaetzlich zum Standardrepertoire von HoI2 wurden ein laengerer Killerspielzeitraum, mehr Killerereignisse, mehr Killerwaffen und zusaetzliche Features hinzugefuegt. So lassen sich jetzt von 1936 bis 1953 alle Voelker der Welt mit massiver Waffengewalt ausloeschen. Der Spieler muss, aehnlich Killerspielen wie Counterstrike Source oder World of Warcraft, auf den Gegner zielen und ihn dann anklicken, damit hier mit sogar noch perforierender Gewalt gegen die Gegner vorgegangen wird. Tausende, wenn nicht gar Millionen an Soldaten werden ihr Leben verlieren, wenn ein paar Mal mit der Maus geklickt wird.
Grafikmaessig kann das Spiel nicht wirklich einem anderen das Wasser reichen, da alles in 2D gehalten ist und die Spielflaeche als einer Art Risiko-Klon aehnlichen Spielen Konkurrenz machen will. Doch lasst euch nicht taeuschen. Hinter dieser brutalen Retrokillergrafik verbirgt sich ein Massenmordmittel, wo jeder zum Zuge kommen kann.
Soundtechnisch weiss die Musik zu gefallen erschrecken. Zum Radetzkymarsch in Polen einzumarschieren hat schon was…killermaessiges. Ansonsten sind die Geraeusche klar und nicht nervend gehalten, was noch mehr unterstreicht, wie boese das Spiel doch zu gefallen versucht und alles verharmlost.
Zum Gameplay wurde schon viel gesagt, es geht hauptsaechlich darum im Szenario des zweiten Weltkriegs so viele Menschen auszuloeschen wie nur irgendwie moeglich. Hierzu koennen im Verlaufe des Spiels noch Waffen erforscht freigeschaltet werden wie z.B. die Atombombe. Was fuer Schaden mit diesen Mordinstrumenten gegen denkende und gefuehlsempfindene Computerprogramme alles angerichtet werden kann, moechte ich hier nicht beschreiben. Der Punkt das alles in sogenannter Echtzeit ablaeuft, verstaerkt nocheinmal den Realismusgrad.
Fazit ist, dass wir ein Spiel haben, was die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen erhoeht und den Rassenhass verschaerft. Jeder der das Killerspiel einmal in der Hand hatte, wird auf die Strassen ziehen um ganze Voelker auszuloeschen und in ihre Laender einzufallen. Aber was solls. Das Spiel ist bis auf die lediglich zweckmaessige Grafik sehr cool und ich empfehle es jedem echten Strategen.