Killerspiele
Mir ist grad aufgefallen, dass ich den keuschen Leuten hier noch garnicht erklaert habe, was denn nun eigentlich Killerspiele sind. Das muss man nun mal umgehend nachholen und der breiten Bevoelkerung auch mal das Gute Boese der Spielewelt praesentieren.
Killerspiele, im Volksmund auch Attentatausbildungsmaschinen, Vergewaltigungssimulatoren WoW oder auch Tetris genannt, sind Spiele, bei denen es darum geht, moeglichst viele moeglichst unschuldige Zivilisten in Grund und Boden zu pwnen (pwnen ist angeblich bayrisch fuer brezeln). Aber warum sollte man soetwas am Computer ueberhaupt tun, wo doch die Wirklichkeit solche Events mit viel mehr Detailverliebtheit (die Open Source-Engine Real World ist schon super) einer besseren Soundkulisse (hoer auf zu schreien und spiel weiter) und viel besser Simulation (das Blut spritzt aber realistisch) daherkommt.
Nunja, die Antwort ist recht simpel: fast alle Gamer sind zu faul sich von ihrem Stuhl oder Sessel hochzubewegen. Nach nunmehr ewig vielen Aufrufen der Erwachsenen, die Jugend soll doch mehr sich aktiv in der Wirklichkeit beteiligen, hat sich das auch nach juengeren Ereignissen gleich wieder gelegt. Vielmehr soll den Kindern jetzt auch noch ihr ungefaehrlicher PC-Spiel- und Bastelbausatz fuer Atombomben genommen werden. Also bleiben die Gamer dann doch weiter vor dem Rechner sitzen und morden maennliche oder weibliche Pixel aller Altersstufen.
So und was machen diese kleinen pickeligen Rotzloeffel denn da nun am Rechner, fragen sich jetzt sicherlich die Eltern von den Fleischhaufen, die sie da anscheinend gleich in den Sitz vor den Bildschirm reingeboren haben. Ganz einfach, sie spielen Killerspiele. Killerspiele sind Spiele, bei denen es darum geht, seinen Gegner zu ‘toe-ten’ oder ‘pei-ni-gen’. Es ist also fast so wie bei uns in der Wirtschaft oder im ganz normalen gesellschaftlichen Alltag. Man versucht halt einfach besser zu sein als der andere. Ob man das jetzt demonstriert, indem man mit den alliierten Truppen die deutsche Front ueberrennt, seine Haeusser groesser und schoener sind als die anderen, das Auto schneller faehrt als das des Gegners oder man schneller den Gegner anklicken kann, kommt eigentlich immer aufs gleiche raus. In jedem Szenario versucht man den Kontrahenten sozusagen besitztuemlich und gesellschaftlich zu killen, natuerlich hier nur virtuell und in Pixeln, Megabye und Integerwerten. Daher auch der Begriff Killerspiele.
Und jetzt wollen ein paar Deppen Leute, die an Realitaetsverlust leiden durch wirtschaftliche Organisationen das zu verbieten. Naja, sowas legt dann halt auch den Grundstein zur vorlaeufigen Zensur, aber das interessiert ja keine Sau. Daher wurde das jetzt auch verschoben, bis der naechste zufaellig Brot essende Zocker meint ausrasten zu muessen und sich der Wirklichkeit mit dem Jaegerprinzip stellt. Aber vielleicht ist zu dem Zeitpunkt ja was ganz anderes als Suendenbock zu gebrauchen wie z.B. die gesellschaftliche Verrohung, die aktive Zerstoerung der Demokratie, die falsche Verteilung von Vermoegenswerten und somit allgemeiner Wohlstand oder einfach nur die Arbeitslosigkeit. Aber ob wir dann ueberhaupt noch einen Suendenbock brauchen bleibt abzuwarten, schliesslich seid ihr dann ja alle kriminalisiert und ueberwacht bis zum geht-nicht-mehr.
Ich hab grad Bock und zaehl noch ein paar Killerspiele auf, die hier im Blog noch nicht so ausfuehrlich besprochen wurden:
Tetris: Sehr stark vereinfachter Massengrabsimulator mit niedrig aufloesenden Menschen, die vortaeuschen nur Baukloetzchen zu sein. Ausserdem ist das Massengrab auch noch ein Ofen, der die Leute verbrennt, wenn genug drin sind. Hitler soll, so hab ich irgendwo mal gelesen, so ein Ding gespielt haben.
Pong: Rassistisches, stark vereinfachtes Spiel, wo das Ziel ist mit zwei Baseballschlaegern den Kopf einer Person, die einer Minderheit angehoert und ausserdem noch nicht volljaehrig ist, durch die Gegend zu pruegeln. Das Spiel ist sogar fuer den Mehrspielmodus ausgelegt und wird als Hooligantrainer missbraucht.
Counterstrike: Kein wirkliches Killerspiel aber eine Art modernes Versteckspielen bzw. Fanger, auch hier koennen Parallelen zu Gewalt gezogen werden, weil immer einer ne Bombe traegt und einer sich meistens selbst irgendwie toetet.
Solitaire: Tarotkarten ueber Gewalt, Sex, Tod usw.
Sudoku: Killertaschenrechner fuer Arme. Berechnet den Todeszeitpunkt einer beliebigen Person und ist somit gemeingefaehrlich.
Minesweeper: Iraksimulator, man spielt ein einheimisches Kind und versucht so viel wie moeglich Minen NICHT zu finden.
Mir fehlt irgendwie grad die Lust weiteres Fachwissen um fortzusetzen, aber ich denke, ich konnte gut erlaeutern, was eure Kinder da vor dem PC machen, waerend ihr Eltern da draussen euch passiv vorm Fernsehr berieseln lasst.